vor 1000 Jahren: Soest wird holzarm

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Ab 1100 setzte die zweite große Rodungsperiode ein. Menschliche Besiedlungen drangen nun auch in entlegenere Täler der Mittelgebirge vor. Waldflächen wurden bis 1300 gerodet bzw. landwirtschaftlich so intensiv genutzt, dass sie ihren Waldcharakter verloren. Am Ende des 14. Jahrhunderts hatte sich ein Verhältnis zwischen Kultur- und Waldfläche gebildet, das ungefähr dem heutigen entspricht.

1686 hat Friedrich Wilhelm: Es soll auch allen Pfarrern in unseren Ämtern und Domänen ernstlich und bei schwerer Verantwortung anbefohlen sein, dass sie von jetzt an und in Zukunft kein Paar trauen sollen, bevor diese nicht Bäume gepflanzt hätten. So habe dann der Bräutigam, ein junger Gesell oder Witwer, seiner Amtsobrigkeit einen beglaubigten Schein und schriftliches Zeugnis abzugeben, indem bescheinigt wird, dass er wenigstens sechs Obstbäume gepfropft und sechs junge Eichen an einem bequemen Ort gepflanzt hat.

Die Verdichtung und Vergrösserung des städtischen Gebiets in der zweiten Hälfte des 19.
Jahrhunderts hatte eine systemische Bepflanzung von Strassenrändern zur Folge. Schon damals
waren das Wohlbefinden der Bevölkerung und der wärmeregulatorische Effekt der Bäume als
Argumente vorhanden